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So war das Ukulele-Yoga-Retreat 2022!

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„Eine tolle Mischung“, „Wie eine Klassenfahrt“, „Ich habe zum ersten Mal gesungen“, „Ich hatte einen sanften Einstieg ins Yoga“ – So waren die Stimmen nach unserem Ukulele-Yoga-Retreat 2022 in der Uckermark (Gerswalde). Vier Tage lang trafen sich elf Menschen aus ganz Deutschland und der Schweiz, um gemeinsam den inneren Frieden für eine bessere Verbindung mit sich selbst und der Welt wieder zu finden. 

Jeden Tag hatten die Teilnehmer*innen die Möglichkeit Ukulele im Unterricht, Kleingruppen und Jamsessions zu spielen und dabei Stilrichtungen wie Pop, Reggae und Mantren auszuprobieren. Als Ergänzung wurden die Tage morgens und abends mit Meditationsübungen umrahmt (Jörn Olbrich) und mit zwei Yogasessions am Mittag und Nachmittag in Schwung gebracht (Svenja Olbrich). Darüber hinaus gab es Zeit für den Rückzug in ruhige Zimmer im Hungenottenhaus, Ecken im botanisch angelegten Garten oder Spaziergängen durch Wälder und Felder. 

Eine Reise durch die Elemente

Den Rahmen des Retreats bildeten die Elemente Raum, Erde, Feuer, Wasser und Luft, was sich in Workshops, dem Essen und zufällig auch im Wetter widerspiegelte.
Am Anreisetag im Element „Raum“ gab es genügend Zeit anzukommen, sich in den Zimmern und Zelten einzurichten und gemütlich beim Abendessen kennenzulernen. Es stellte sich heraus, wie vielfältig die Gründe für das Ukulele spielen waren: für den Alltag in der Kindergartengruppe, für Reisen zu Fuß oder mit dem eigenen Bus, zum Mantren Singen in der eigenen Yogapraxis, als Ergänzung zu Trommelkursen an Schulen oder für Jamsessions mit dem Gitarre spielenden Freund. Das Ankommen wurde abgerundet mit einer abendlichen Meditation mit Jörn Olbrich.

Mit beiden Beinen auf der Erde

Früh am morgen um 7:30h konnte jede*r in der morgendlichen Meditation nachspüren, sich nach dem Element “Erde” wieder geerdet zu fühlen, durch die individuelle Sitzposition, Bauchatmung und Achtsamkeitsübung. 
Nach dem gemeinsamen Frühstück ging es los mit der ersten Ukulele-Session mit Grundlagen wie ersten Akkorden, Strumming-Mustern wie dem Islandstrum und Chunkstrum und kleinen Pickingübungen. Die Songs reichten von Gute-Laune-Songs wie “Always look on the bright side of life” (Monty Python) und “Lieblingsmensch” (Namika) über Friedenslieder (“Imagine”, John Lennon und Yoko Ono) und Klassikern wie “Stand By Me” (Ben E. King).

Warm gesungen und gespielt kam nun der Körper an die Reihe mit der ersten Yoga-Session (Svenja Olbrich). Nach einer Einführung, die auch für die Anfänger*innen in der Gruppe gut geeignet war, ging es darum in der Yoga-Praxis Stabilität und Selbstsicherheit zu finden, auch wenn es um einen herum turbulent ist.

Nach dem Mittagessen blieb Raum für einen eigenen Waldspaziergang mit der Fragestellung “Was bedeutet für mich innerer Frieden?” und der Suche nach Objekten in der Natur, die diesen Frieden widerspiegelten.
Am Nachmittag führte ich in die Welt der Mantren ein und wir spielten und sangen Mantren mit Bezug zu den Elementen Raum und Erde, wie das Ganesha Mantra (Neubeginn) und Aad Guray Nameh (Sicherheit und Schutz). Mantren sind eine gute Möglichkeit durch rhythmisches Singen und Ukulele spielen einen Flow zu erreichen, um neue, gleichmäßige Energie zu spüren.

Passend zum ruhigeren Nachmittag konnten sich die Teilnehmer*innen in der anschließenden Relax-Yoga-Session nochmals entspannen und nach dem Abendessen wie jeden Tag mit der Abendmeditation den Tag beenden. In der Metta-Meditation kann wieder eine Verbindung zu sich selbst und der Umgebung hergestellt werden, wie Freunden, Fremden, allen Wesen der Erde.

Balance zwischen Feuer und Wasser

Die Elemente Feuer und Wasser waren die nächsten Elemente, die sich auch im Wetter mit abwechselnd Sonnenschein und Regenschauer widerspiegelten. Zum Essen gab es abgestimmt ein feuriges Chili sin carne und erfrischende Wassermelonen und in der Yoga-Praxis gingen wir in Übungen im Alignment und Vinyasa, um die Kunst des Kompromisses zwischen akzeptieren, loslassen und verändern zu erspüren.

In den Ukulele-Sessions spielten wir nun komplexere Schlagmuster mit verschiedenen Chunk-Elementen und später ruhige Arpeggios (Zupfmustern). Als lebhafte, feurige Songs waren ““La Bamba” (mexik. Volkslied), “If you want to sing out, sing out” (Cat Stevens) und “Upside down” (Jack Johnson) dabei – unter den Arpeggios zwei Filmsongs aus Frozen 2 (“All is found”) und Lalaland ( “City of stars”).

An diesem Freitagabend besuchte uns aus Berlin Patricia Ankele als Special Guest mit einem Yin Yoga Workshop für den inneren Frieden. Es wurde Friedensöl für die Hände verteilt, das dritte Auge für Gelassenheit erspürt und länger in körperlichen Posen verharrt, wie es im Yin Yoga üblich ist.

Abends gab es dann eine Jamsession, in der die Teilnehmer*innen eigene Songwünsche umsetzten. Ich lernte dabei von einer Teilnehmerin das Mantra „E Malama“ aus Hawaii kennen, das zu einem Ohrwurm des Retreats wurde.

Dankbarkeit und Verbindung an frischer Luft

Im Element Luft zeigte sich die Natur von ihrer frischen Seite mit einem ordentlichen Wind, der uns nicht davon abhielt einen Waldspaziergang mit Ukulele – und kleinem Wildschwein, Rehen, Störchen und Schmetterlingen – zu unternehmen. Zum Essen gab es luftige Farfalle-Nudeln und Salat und in der Yoga-Praxis mit Svenja Olbrich Übungen zum Herzöffnen für wohlwollende Güte mit sich und anderen.

In der Ukulele-Session gab ich einen Einstieg ins Reggae mit Bob Marley. Am Nachmittag kamen die Teilnehmer*innen dann zum Ukulele-Dating zusammen: Immer in kleinen Gruppen kamen die Teilnehmer*innen für 15 Minuten zusammen und spielten 1-2 Songs nach ihrem Geschmack, dann wurde rotiert. Auch am letzten gemeinsamen Abend hatten wir wieder eine Jamsession bis spät.

Im Einklang mit sich und der Welt

Der letzte Tag stand im Zeichen der Verbindung der fünf Elemente Raum, Erde, Feuer, Wasser und Luft und wir verbanden auch die Ukulele- mit der Yoga-Session. Dabei sangen und spielten wir mit geschlossenen Augen unsere drei Lieblingsmantren und ließen uns dazwischen ein auf den Flow des Sonnengrußes im Vinyasa Yoga.

Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung mit der Gruppe und freue mich schon auf unser nächstes Retreat. Vermutlich wird es ein weiteres dieses Jahr geben, wer Interesse hat, kann sich gerne schon bei mir melden. Im Sinne vom Gruß aus Hawaii (Ukulele-Ursprungsort), der Yogawelt und der Uckermark an euch alle ein „Aloha, Namasté, grüß die Hühner!“ – und bis bald!