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Ukulili beim Berliner Ukulele Festival 2022

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Das war ein Spaß auf dem Berliner Ukulele Festival 2022! Das erste Mal war ich 2019 dabei (das war kurz bevor ich anfing als Ukulele-Lehrerin zu arbeiten), und auch jetzt war es wieder ein Wochenende voller Inspiration und netter Gespräche. Den Open-Mic am Freitag habe ich leider verpasst, aber am Samstag bin ich dann direkt eingestiegen mit einem Swing Workshop von der Sängerin Charlotte Pelgen aus Leipzig, in dem wir ein mitreißendes Arrangement zu „Anything Goes“ (Cole Porter) lernten. Sie spielt unter anderem in Bands wie dem „Bad Mouse Orchestra“ und Duetten wie „Charlotte und Elisabeth“ (mit Elisabeth Pfeiffer) und „Moon Berries“ (mit Sage Harrington).

Anschließend gab es mit Iso Herquist aus Dänemark/Frankfurt, Musiker und Ukulele-Lehrer, einen unterhaltsamen Abriss zu Ragtime-Changes, bekannt aus Gospel und Blues, mit jazzigen Akkord-Varianten.

Später traf ich Andreas Rottmann aus Erlangen, Musiker, Ukulele-Lehrer und Podcaster, und diskutierte unter anderem mit ihm über seine für sehbehinderte und blinde Ukulele-Spieler*innen produzierten Audio-Ukulele-Stunden. Wer meine Arbeit bei der NGO Sozialhelden kennt, versteht, warum mich das Thema Barrieren abbauen für Menschen mit Behinderungen interessiert.

Auch lernte ich Singer-Songwriterin Mimi Mitina aus Berlin kennen, die auch ein Konzert gab, und sprach mit ihr unter anderem über die besten Orte für Straßenmusik. Besonders freute ich mich über das Wiedersehen mit André Ohren, weil er mein erster Ukulele-Lehrer in Berlin war.

Abends gab es tolle Konzerte, unter anderem von den Ukus in Fabula aus Rom und der Künstlerin und Autorin Elisabeth Pfeiffer, sowie dem Duo „Scott und Lila“ (Scott Hildebrand and Lila Despoix), die während ihrer Europa-Asien-Tour in der Pandemie fast ein Jahr lang zusammen auf Sri Lanka strandeten.

Am Sonntag war ich im Jazz-Workshop von Roland Prakken aus Hamburg, der Songs wie „Somewhere over the rainbow“ mit jazzigen Akkorden aufmöbelte und viele Geschichten zu Songs der 20er Jahre recherchiert hat (die ich mir dann auch in seinem Buch „Wilde Zeiten“ nochmal gerade genauer durchlese). Anschließend war ich bei Mig Martins aus Brasilien und lernte Rhythmen vom Samba und Choro kennen. Ich habe selten so einfach eine so komplexe Rhythmus-Struktur verstanden.

Später hatte ich die Gelegenheit für eine kleine Jam-Session mit Frans von Hutten (es gibt kein Bild oder Video), und nette Gespräche u.a. mit Musiker und Pädagoge Jan Haasler, Ukulelespieler und – sammler UkeKlaus und Stefanie Wendler vom Simply Ukulele Magazin.

Zum Abschluss gab es unglaublich viele tolle Konzerte, unter anderem die Duette Moon Berries und Ukuleleaves. Ich danke euch für den tollen Austausch und die Inspirationen, dem Team um Sabina Saracevic für die gelungene Organisation und freue mich auf bald 🎸💃🌞

Ach ja, ich wurde zufällig von dem Künstler Allen Shaw in einem Aquarell-Bild verewigt. Wir haben uns gut unterhalten über die Frage, wie man malt, wenn die Welt sich weiter dreht.